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In letzter Zeit hat sich die Erdatmosphäre langsamer erwärmt als es die meisten Modelle über Klimaerwärmung aufgrund von Treibhausgasen vorhersagten. Das war Wasser auf den Mühlen der Klimawandelskeptiker und ein Ansporn für Wissenschaftler nach der fehlenden Energie zu suchen. Mindestens ein Teil der fehlenden Energie ist jetzt wieder aufgetaucht: im Meer! 

Eine neue Veröffentlichung in der Zeitschrift Science zeigt Rekonstruktionen der Pazifik-Temperaturen, denen zufolge die Wassermassen in mittlerer Tiefe in den letzten 60 Jahren 16 mal schneller erwärmt wurden als während der nicht menschgemachten Wärmezyklen der vergangenen 10 000 Jahre. Die Rekonstruktion erfolgte durch die Analyse der Überreste bestimmter einzelliger Organismen im Sediment am Meeresgrund.

Aber was wird die Wärme dort anrichten? Und in welcher Form wird die ganze gespeicherte Energie wieder abgegeben werden? Das sind Fragen, auf die bisher niemand eine Antwort weiß.

Während der letzten 10 000 Jahre war das Klima einigermaßen stabil. Trotzdem fanden die Wissenschaftler in ihren Studien, dass sich der Pazifik in mittlerer Tiefe in diesem Zeitraum tendenziell abgekühlt hat. Im Zeitraum von vor 7000 Jahren bis zum Beginn der mittelalterlichen Wärmeperiode (ca. 1100 n.C.) war ein Absenken um 1 °C zu verbuchen, in der darauf folgenden kleinen Eiszeit ein weiteres Grad bis ca. 1600 n.C. Danach stiegen die Temperaturen wieder langsam an. In den letzten 60 Jahren allein ist die Temperatur um 0,18 °C gestiegen. Das alarmierende daran ist nicht der absolute Anstieg, sondern die kurze Dauer, in die Temperatur der mittleren Wasserschichten stieg.

Was hat das für Konsequenzen? Keine Ahnung. Aber wir werden es sicher erfahren.

 

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