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Gleich 4 neue Tiere wurden in den Tiefen des Nordatlantiks in der Nähe von Schottland gefunden: eine Schnecke, ein Wurm und zwei Muscheln. Solche Funde neuer Arten sind immer spannend, aber diesmal besonders, da sie all vermutlich zu einem ganz besonderes Ökosystem gehören: ihr Lebensraums ist wohl eine kalte Quelle (cold seep) im Meeresgrund, wo Methan und Hydrocarbongase aus der Erdkruste sprudeln. An solchen Quellen bilden sich ganz eigene Arten, deren Lebensgrundlage die anorganischen chemischen Verbindungen sind, die hier austrete.

 Die kalte Quelle wird auf dem Rockall-Plateau vermutet, allerdings ist noch unklar, wo sie genau liegt. Die Hoffnung ist, sie zu finden und mit ihr viele weitere neue Tiefseearten!

Problematisch ist, dass in der Gegend des des Plateaus auch mit Grundschleppnetzen gefischt wird, was zur Schädigung des Meeresbodens führt und das einzigartige Ökosystem zerstören könnte.

Drei der vier neuen Arten sind bereits benannt: die Meeresschnecke Volutopsius scotiae die die Muschel Thyasira scotiae tragen den Namen des schottischen Forschungsschiffes MRV Scotia, von dem aus sie entdeckt wurden, während die Muschel Isorropodon mackayi nach dem Weichtierexperten David Makay benannt wurde. Der Wurm der Gattung Antonbrunnia wird derzeit noch am Nationalmuseum Wales untersucht. Es ist der erste Fund eines Mitglieds dieser Gattung im Atlantik.

Quelle: http://www.rawstory.com/rs/2013/12/28/four-new-species-of-deep-sea-creatures-discovered-off-scottish-coast/