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Ölriese gewinnt wieder

Karibus von Sean Clawson (via Flickr, CC)

In Alaska wird bald im Arktischen Ozean gebohrt. Und zwar im Coleville River Delta, das zum Lebensraum zweier Karibu-Herden gehört und mit seinem Reichtum an Fisch und Vögeln ein traditionelles Jagdgebiet für die Bewohner dieser entlegenen Region darstellt.

ConocoPhillips Ansinnen in dem „unbenutzen Flecken öffentlichen Landes“ zu bohren wurde zunächst 2010 abgelehnt, ein Jahr später dann doch erlaubt. Aber 5 Bewohner des nahe dem Delta gelegenen Ortes Nuiqsut haben sich vor Gericht gegen die Zerstörung des Deltas durch die geplante Infrastruktur (Brücken, Strassen, etc.) gewehrt und nun leider verloren. Das zuständige Gericht hat die Bohrungen erlaubt.

Schon im Dezember soll das erste Öl fließen. Das 1,1 Milliarden Dollar Projekt soll 16 000 Barrels Öl pro Tag liefern. Aber wohin bleiben die Karibus?

Quelle: Alaska Dispatch News

 

Welt Ozean Tag 2015

Zum heutigen Welt Ozean Tag (8. Juni) hat Google seinen unterseeischen Street View ausgeweitet. Leider noch sehr begrenzt auf wenige Gebiete der Welt – und natürlich auf die oberen paar Meter mit genug Licht für menschliche Augen – sind doch einige tolle Aufnahmen dabei. Unter anderem von der Gegend, die für meinen Meeresenthusiasmus mitverantwortlich ist: Galapagos.

Drei Tauchplätze des Archipels sind vertreten: die Teufelskrone und Champion Island vor der Nordküste Floreanas und Gordon Rocks östliche vor Santa Cruz.

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Riesenwellen unter Wasser

In den letzten Jahren sind Wörter wie Tsunami und Freak-Wellen immer erwähnt. Dass es riesige Wellen gibt, die Land überspülen und Menschen ins Wasser reißen ist niemandem mehr neu. Die Riesenwellen unter der Meeresoberfläche dagegen sind noch weitgehend unbekannt und auch Forscher sind noch ziemlich am Anfang ihres Verstehens. Diese Wellen können Wellen am Ufer hervorrufen, aber sie sind auch wichtig in der Klimaentwicklung, im Transport von Nährstoffen und Organismen im Meer und für die Navigation von U-Booten.

Die Messungen solcher Strömungen und Wellen unter Wasser sind kompliziert und aufwendig, aber die Ergebnisse könnten uns weiter helfen die Meere zu verstehen.

Quelle: Wissenschaft aktuell

Ringelrobben gegen Öl-Lobby

Junge Ringelrobbe - Quelle: wikipedia.org

Seit 2012 sind die Ringelrobben in den USA als bedroht eingestuft, aufgrund ihres durch Klimawandel kleiner werdenden Lebensraum in arktischen Gewässern. Die Einstufung wurde von der US-amerikanischen Nationalen Ozean- und Atmosphären-Verwaltung (National Ocean and Atmospheric Administration – NOAA) gemacht, dem höchsten staatlichen Organ in Fragen zu Meeren und Klima. Auf ihr beruht ein Plan des Nationalen Meeresfischerei-Service (National Marine Fisheries Services NMFS – Teil der NOAA) ein gut 900.000 Quadratkilometer großes Meeresgebiet als kritischen Lebensraum der Ringelrobben unter Schutz zu stellen. Das ist ein Gebiet rund 2,5 Mal so groß wie Deutschland vor der Küste Alaskas. 

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