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Mitten im Nirgendwo

Pazifikküste bei TabwakeaKiritimati (gesprochen Christmas) gehört zu Kiribati (gesprochen Kiribess), einem der größten Ländern der Erde: 4500 km mal 2100 km. Noch nie davon gehört? Das könnte damit zusammenhängen, dass diese gewaltige Fläche fast nur Pazifik ist, mit 33 eher kleinen Inseln darin. Die gesamte Landfläche von Kiribati ist ungefähr so groß wie das Bundesland Hamburg. Und Kiritimati, die Insel auf der ich gerade bin, ist so groß wie die Stadt Köln. Hier leben rund 13.006.000 Einwohner – 6.000 davon menschlich. Der Rest sind Seevögel, ein paar Hunde, Katzen und Ratten. (Die Mücken, Fliegen und Kakerlaken habe ich nicht berücksichtigt, auch nicht die Skorpione, von denen sich gestern einer in mein Badezimmer verirrt hatte und die rund 15 cm langen Tausendfüßler, deren Biss gemein wehtun soll!).

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Bald mehr Strand - oder keiner mehr?

ForgiaVecchia01Stromboli – ein kleiner, grüner Kegel im Mittelmeer. Eine Insel, die vom Tourismus lebt. Und der Tourismus will nicht nur den Vulkan, sondern auch wunderschönen Strände aus Lavastrand. Denn was wäre ein Sommerurlaub ohne Sandburgen und Muscheln Suchen? Wobei letztes hier eh nur etwas für die Geduldigen unter uns ist – es sind verdammt wenig Muscheln am Strand!

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Die Wolkenfabrik

TsunamiwarnungIch bin am Fuße des Stromboli, dem einzig permanent aktiven Vulkan Europas, auf der gleichnamigen Insel. Im10-20-minütigen Rhythmus schleudert der Vulkan sein Inneres in die Luft, begleitet von Wasserdampf und anderen vulkanischen Gasen. Hin und wieder kommt es auch zum Ausbruch von Flusslava, die über die Feuerrutsche bis ins Meer laufen kann. Das kann Erdrutsche und Tsunamis auslösen, vor denen im Ort auf Schildern gewarnt und Fluchtwege markiert sind.

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Ein Jahr ist vorbei

2015 ist vorbei – das Jahr, in dem der UN-Klimakonferenz eine Einigung zum globalen Klimaschutz gelungen ist, die unweigerlich ein Ende fossiler Brennstoffe zur Energiegewinnung bedeuten muss. Gleichzeitig ist Öl so billig wie seit Jahrzehnten nicht. Wahrscheinlich nicht zuletzt deshalb hat Shell seine Arktis Bohrpläne bis auf weiteres auf Eis gelegt, während Russland bzw. Putin sein Territorium in Richtung Arktis ausgeweitet hat und eigentlich die gesamte Arktis einnehmen und „entwickeln“ möchte…

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Korallenbleiche – das neue Drama

Ausgebleichte Korallen (Bild: NOAA)

Eigentlich ist es gar kein neues Drama. Dass Korallen unter Stress ihre symbiotischen Algen abstoßen und dadurch ihre Farbe verlieren ist altbekanntes Drama. Nur normalerweise sind diese Ereignisse lokal begrenzt. Einzelne, gestresste Korallen bleichen aus, oder ein Riff. Aber das derzeitige Drama ist weltweit: Pazifik, Indischer Ozean und Atlantik sind betroffen. Die US-Amerikanische National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) überwacht zusammen mit anderen Organisationen Korallenriffe und ihren Zustand per Sonden und per Satellite. Und sie haben eine Anfang Oktober verkündet, dass wir gerade Zeugen werden von der dritten weltweiten Korallenbleiche.

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